Prof. Wolffgang leitet Academic Section beim Customs Ecosystem Congress in Liège

Oktober 16, 2026

Am 14. Oktober 2026 fand in der Salle académique der Universität Liège der Customs Ecosystem Congress unter dem Titel „From Text to Practice“ statt, der zugleich den ersten Jahrestag des Vilnius Manifesto markierte. Ausgerichtet wurde der Kongress von der Customs Business Academia Group (cBAG) gemeinsam mit der Faculty of Law, Political Science & Criminology der Universität Liège. Im Mittelpunkt stand der Austausch zwischen EU-Institutionen, Mitgliedstaaten, Wissenschaft und Wirtschaftsbeteiligten über die praktische Umsetzung der EU-Zollreform.

Prof. Hans-Michael Wolffgang übernahm Vorsitz und Eröffnung der Academic Section. Den Auftakt bildete eine Roundtable zur Rolle der Wissenschaft bei Aus- und Weiterbildung vertrauenswürdiger Wirtschaftsbeteiligter, gefolgt von einer zweiten Roundtable zur Forschung im Zollrecht. Diese thematisierte insbesondere die Übertragung von Befugnissen auf die Kommission und zu ihren Durchführungsbefugnissen sowie weitere reformrelevanten Forschungsthemen. An dieser Runde wirkte Prof. Wolffgang gemeinsam mit Prof. Giangiacomo D’Angelo (Universität Bologna), Prof. Jean-Luc Albert (Aix-Marseille) und Prof. Dr. Momchil Antov (Tsenov Academy) mit. Die Academic Section schloss mit einer Synthese und dem Entwurf akademischer Empfehlungen.

Das ICTL war darüber hinaus durch Dr. Christopher Dallimore vertreten, der an der ersten Roundtable teilnahm.

Den weiteren Rahmen des Kongresses bildeten unter anderem Keynotes zur EU-Zollreform und den sechs Säulen des Vilnius Manifesto, zur digitalen Umsetzung, zum EU Customs Data Hub und zur Rolle von TARIC sowie zu den Prioritäten der irischen Ratspräsidentschaft, ferner eine Trade Section mit Roundtables zu Data Hub und EUCA sowie zu Trust & Check, Einfuhrverfahren und Risikomanagement.

Erstmals verliehen wurde zudem der Teloneum Aureum, eine Auszeichnung für herausragende Verdienste im öffentlichen Zolldienst.