Professor Wolffgang moderiert 15. Thementag Außenwirtschaft

Oktober 19, 2025

Am 15. und 16. Obktober 2025 fand der 15. Thementag Außenwirtschaft in Köln statt. Thema waren die aktuellen Entwicklungen und Neuerungen im Bereich der Außenwirtschaft.

Professor Wolffgang übernahm die Moderation der diesjährigen Veranstaltung, begrüßte die Teilnehmer und leitete eine Diskussionsrunde zu aktuellen Handelskonflikten und ihren Folgen. In seiner Einführungsrede würdigte er zwei Jubiläen: den 15. Thementag Außenwirtschaft und das 30-jährige Bestehen der Fachzeitschrift AW-Prax. Beide Formate sind fest miteinander verbunden und eine feste Größe in zoll- und außenwirtschaftlichen Themen. Die AW-Prax erschien erstmals 1995 als Reaktion auf die rasante Entwicklung der Globalisierung und liefert seitdem fachlich fundierte und praxisgerechte Informationen für alle in der außenwirtschaftlichen Praxis tätigen Personen.

Professor Wolffgang skizziert daraufhin die Entwicklung der internationalen Zoll- und Handelspolitik seit der ersten Veröffentlichung der Zeitschrift. Die 1990er Jahre seien geprägt gewesen von Aufbruchsstimmung und Globalisierung mit der Gründung der Welthandelsorganisation und der Vertiefung des EU-Binnenmarktes als zentrale Schritte hin zum Ziel des internationalen Freihandels. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 habe sich der Fokus jedoch verschoben. Sicherheitsaspekte und Kontrollmechanismen gewannen an Bedeutung und der Authorized Economic Operator (AEO) wurde geboren.

In den letzten Jahren habe die Exportkontrolle ein bislang ungeahntes Ausmaß erreicht. Neben der Harmonisierung der Dual-Use-Güter seien auch die Kontrollen von Rüstungsgütern und die Technologiekontrollen erheblich gestiegen. Die Vielzahl an Embargo- und Sanktionsregelungen mache einen Überblick fast unmöglich. Gleichzeitig entwickle sich das internationale Handelsrecht unter dem Eindruck der gigantische Zunahme des Handelsverkehrs, der Internationalisierung kleinerer und mittlerer Unternehmen und des Wachstums des Transportmarktes kontinuierlich weiter. Gerade die Rechtsvorgaben zum Thema Nachhaltigkeit würden dabei Vorgaben und Fallstricke für Unternehmen bergen.

Zudem betonte Professor Wolffgang die Verschiebung der globalen Wirtschaftsmacht. Die schwindende unilaterale Bedeutung der USA bei zunehmender wirtschaftlicher Bedeutung der Schwellenländer erzeuge derzeit neue Herausforderungen. Deutlichstes Beispiel für die abnehmende wirtschaftliche Bedeutung des „Westens“ sei dabei China, das sich auf dem Weg zur Dominanz befinde. Die erratische Zoll- und Handelspolitik beschleunige diesen Prozess eher.

Abschließend gibt Professor Wolffgang einen Ausblick in die Zukunft. Die AW-Prax habe frühzeitig zentrale Trends aufgezeigt, etwa den Aufschwung Chinas, die Erschließung neuer Schifffahrtswege und die Hinwendung der EU in den transpazifischen Raum, und werde dies auch künftig tun. Auch in Zukunft biete man der Leserschaft neben Hilfestellungen für die Praxis auch vertiefende und analysierende Beiträge für strategisches Agieren.

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©REGUVIS/wolterfoto

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